Durchführung

Appliziert werden eine 5-ALA-Emulsion, z.B. F200 bzw. Metvix

Vorbereitung des Patienten:
Weitgehende Abschuppung des zu behandelnden Areals. Das Areal wird mit einem Rand von 1 cm Breite markiert. Danach wird die Creme gleichmässig im Areal aufgetragen. Nun wird ein lichtdichter Verband angebracht. Der Patient wird nach 3,5 - 5 Stunden (bei BF200 genügen 2-3 Std.) zur Bestrahlung einbestellt.

Bestrahlung:
Komplette Entfernung des Verbandes, der Folie und der Cremereste! Hier wird zur Kontrolle der PpIX-Anreicherung eine Fluoreszenzdiagnose, z.B. mit dem Set zur Fluoreszenzkontrolle (Handleuchte HM6 + Kontrastlupe, Abb.6 u. 8) empfohlen. Danach wird der Strahler möglichst senkrecht zum Areal mit etwa 27-30 cm Abstand (gegeben durch den Abstandshalter des Strahlers) positioniert. Es erfolgt eine Bestrahlungsdauer von 15-20 Minuten. An empfindlichen Stellen kann die Bestrahlungszeit auch auf 10-15 Min gesenkt werden. Beim Hauttyp I mit sehr heller Haut kann es vorkommen, dass im Gesicht bereits eine Bestrahlungszeit von 5 - 10 Minuten ausreichend ist (sonst starke Dermatitis solaris). Die photodynamische Reaktion führt zur Zerstörung des erkrankten Gewebes, was mit gewissen Schmerzen verbunden sein kann. An empfindlichen Hautpartien ist daher die Verkürzung der Bestrahlungszeit ein hinnehmbarer Kompromiss. Bei Bestrahlung sehr großer Läsionen (z.B. halbe Glatze) kann man durch einen normalen Zimmerventilator oder einen Haarföhn die notwendige Linderung verschaffen. Der Einsatz von Lokalanästhesie ist mit PhotoDyn®750-PDT erfahrungsgemäss nicht notwendig.

Zwischenzeitlich sollte ab und zu nachgesehen werden, ob das Areal noch korrekt bestrahlt wird (Bewegung des Patienten).

Nach der Bestrahlung:
Dem Patienten kann, wie bei photodynamischen Therapien üblich, wegen der eventuellen Entstehung einer Dermatitis solaris ein schwach bis mittel starkes Steroidexternum rezeptiert oder mitgegeben werden. Außerdem sollte sich der Patient für die nächsten 2-3 Tage nicht der direkten Sonnenbestrahlung aussetzten. Die Patienten können nach 3-4 Wochen zur Nachkontrolle angehalten werden. Gegebenenfalls wird wieder nach gleichartigem Prozedere therapiert.
Bei Einbeziehung der Augenpartie im Bestrahlungsfeld muß die PhotoDyn®-Schutzbrille (ev. mit unterlegtem Wattepad) getragen werden. Die Effektivität der PDT-Strahlung lässt sich durch Verwendung des Tubus zur Einschränkung des Bestrahlungsfeldes noch erleichtern.


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